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Jahreswechsel: 5 Wintergemüse, die du jetzt ernten kannst

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Nachdem ich dir 13 wildwachsende Pflanzen gezeigt habe die auch jetzt im Winter ernten kannst, geht es heute um Kulturpflanzen aus dem Garten. Wintergemüse lässt wie selbstverständlich an Wurzelgemüse wie Möhren und Rote Bete denken. Richtig! Diese beiden sind aus dem Winterküche nicht wegzudenken. Heute schauen wir noch weitere 3 essbare Pflanzen an, die du jetzt im Winter ernten kannst: Feldsalat, Portulak und Petersilie.

Blatt statt Frucht: Wintergemüse

Die Zeit der reifen Früchte und Knollen ist noch weit entfernt. Die Pflanzen, die trotz des Winters ihr Wachstum nicht eingestellt haben, oder wie die Bäume sogar ohne Blätter durch die Winterruhe gehen, haben nach wie vor grüne Blätter und wachsen auch. Zwar langsamer als im Rest des Jahres, aber sie lassen sich nicht kleinkriegen. Auch ohne Früchte: Es steckt jede Menge Leben und auch für uns wichtige Nährstoffe in den Grünteilen der Pflanzen. Nämlich in ihren Blättern. Das Blattgrün Chlorophyll ist eine unverzichtbare Quelle für Widerstandskraft und besonders Sauerstoff für unsere Zellen. Und Blattgrün hilft dem Körper, den pH-Wert auszugleichen. Beim Kochen würde ein Großteil des Chlorophylls zerfallen und dann dem Körper nicht mehr zur Verfügung stehen. Das nur nebenbei.

Feldsalat

Ein echter Klassiker im Bauerngarten. Der Feldsalat gehört zu den Geißblattgewächsen (Caprifoliaceae). Zu den Zeiten, als es noch nicht so verbreitet war wie heute, sich ein Gewächshaus in den Gemüsegarten zu stellen, war der robuste Feldsalat die einzige Möglichkeit, im Winter Frisches zu ernten. Um im Winter Feldsalat ernten zu können, sollte er im September im Freien gesät werden. Nach etwa 2 Wochen keimt die Saat, und noch vor dem Winter kann das erste Mal geerntet werden. Für diese super-robuste Pflanze bedarf es keinerlei Abdeckung – sie ist komplett winterhart. Selbst unter einer geschlossenen Schneedecke geht es dem Feldsalat gut, und -sofern man drankommt- kann man ihn auch dann noch ernten.

Feldsalat

Tellerkraut (auch: Winterportulak)

Einmal ausgesät, kommt der Winterportulak immer wieder und breitet sich ohne dein Zutun schön flächig im Gewächshaus aus. Die Pflanze gehört zu den Nelkenartigen (Caryophyllales) und ist nicht direkt mit dem Portulak oder Sommerportulak verwandt. Im Winter werden keine Blüten produziert, dafür aber umso schönere, spitz zulaufende Blätter, die einen milden Geschmack haben.  Die Blätter und Blattstiele können wie Salat verwendet werden und eignen sich als Hauptzutat für einen grünen Salatteller. Das Tellerkraut versorgt uns mit Vitamin C, Calcium, Magnesium und Eisen.

IMG_3857portulak

Petersilie

Ja okay, ich gebe es zu: Petersilie ist eigentlich kein Gemüse. Aber ein großes Geschenk, wenn man ihn immer frisch zur Verfügung hat. Wie auch in deinem wintergrünen Smoothie, kannst du in fast allen herzhaften Rohspeisen die Petersilie unterbringen. Die Petersilien gehören zu den Doldengewächsen (Apiaceae) und enthalten neben den ätherischen Ölen, die ihr starkes Aroma ausmachen, nennenswerte Mengen Vitamin C, Vitamin A und Eisen.

Petersilie und Tellerkraut im Gewächshaus

Rote Bete

Wenn du in deinem Garten keine Probleme mit Wühlmäusen hast, kannst du die roten Knollen auch ruhig in den Winter hinein in der Erde lassen und nach Bedarf frisch ernten. Für Salate, Smoothies und Säfte ist die Rote Bete prima geeignet – und sie bringt immer einen kräftigen Schuß Farbe mit. Sie enthalten mäßig Eisen, Magnesium, Kalzium und Vitamin B6 und sind kalorienarm. Bei gekauften Beten sollte unbedingt auf Produkte aus Bioanbau zurückgegriffen werden, weil Rote Bete besinders bei herkömmlichem Anbau gerne mal höhere Nitratwerte aufweist. Und das möchten wir vermeiden, da Nitrat im Körper zu Nitrti umgewandelt wird, das wiederum wichtige Stoffwechselvorgänge beeinträchtigt (z.B. Jodaufnahme in der Schilddrüse oder Sauertstofftransport durch Hämoglobin).

Möhren

Wie die Rote Bete halten sich dir Möhren in der Erde am besten frisch – solange der Boden nicht durchfriert. Im Gewächshaus ist das in der Regel gar kein Problem. Wenn die Möhren ohne Abdeckung wachsen, dann solltest du vor dem ersten richtigen Bodenfrost alle restlichen Möhren ausgraben. Eine echt stromsparende und  altbewährte Lagerungsmethode ist das “einbuddeln” der Karotten in leicht feuchtem Sand. Am besten in einem Trog oder ähnlichen Behälter, der dann im winterkühlen Keller steht. So bleiben auch die Vitamine A und C, Kalzium und Magnesium gut erhalten, die wir im Winter so dringend brauchen.

Ich freue mich, wenn du den ein oder anderen neuen Tip von mir erfahren hast, und noch besser: wenn du Lust bekommen hast, etwas frisches von draußen auf deinen Teller zu holen.

Viele Grüße und …..vROHen Hunger 😉

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2 Kommentare

  1. Anneliese sagt

    Lieben Dank, wieder mehr Anregung auf die Gesundheit zu achten. Lese echt gerne Deine Beiträge und wende sie auch an da wir sowieseo viel zu wenig Vitamine und Mineralstoffe in unserer Nahrung haben..Herzlichen Dank dafür

    • Hi Anneliese. Schön, dass dir meine Beiträge gefallen. Mein nächster Beitrag wird dich ganz bestimmt interessieren: es wird um Nährstoffblocker in Nüssen und Saaten gehen. Ein viel zu wenig beachtetes Thema in der Ernährung.
      Viele Grüße 😉
      Ana

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