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RAWsome Lasagne – Pasta in rohvegan

Lasagne
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Lasagne für Rohesser

Gott sei Dank gibt es dieses Rezept!

Vor nicht allzu langer Zeit war ich noch für ein Stück von Mamas Homemade-Lasagne bereit,  all’ meine Grundsätze und Essgewohnheiten über Bord zu werfen. Also, auf in den Rezeptewald im Netz, um dort das nächste Puzzlestück zu finden, und den Klassiker Lasagne zu knacken. Auf meiner kleinen Expedition habe ich dann entdeckt, dass sich schon eine Menge anderer Pastaliebhaber die gleichen Gedanken gemacht hatte wie ich. Prima, also nehm’  ich doch gleich die Abkürzung und starte mein Experiment mit denr Inspiration meiner Vorgänger. Eines hat es mir besonders angetan: das Lasagnerezept auf dem appetitanregenden Blog von Emily von Euw (This Rawesome Vegan Life) und beim Ausprobieren dann noch etwas nach meinem Geschmack abgewandelt.

Wenn du dich erst einmal an diesem Pastagenuss sattgegessen hast, wird es dir so gehen wie mir: du spürst deutlich den Unterschied in deinem Körper zwischen satt (Magen voll, übliches Gefühl nach Kochkost) und befriedigt (Sättingungsgefühl ohne Völle, der Körper zeigt an, dass er alles bekommen hat, was er braucht).

Rot und Weiß…

…und Zucchini statt Teigplatten. So lautet hier die Grundformel. Zubereiten kannst du die Lasagne entweder in einer Form (wie man sie auch für die Backofen-Variante nehmen würde) oder direkt auf dem Teller. Dann ist es etwas aufwendiger, weil jede Portion einzeln gezaubert werden muss. Sieht aber auch viel verlockender aus, weil der Blick gleich ungebremst auf das leckere, bunte Innenleben fällt. Mit Variante 2 kannst du auch deiner Kreativität im Garnieren und Verzieren freien Lauf lassen und dich richtig auf dem Teller austoben.

Lasagne

Los geht’s

Zutaten für 1 Blech (6-8 Portionen):

  • 2-3 mittlere Zucchini
  • für die rote Füllung:
    • 60g Dattelpaste
    • 1-2 mittlere Tomaten
    • 75g getrocknete Tomaten
    • 130g eingelegte, getrocknete Tomaten
    • 1/2 Zehe Knobi
    • 1 EL Olivenöl
    • 1kl. Schuß Shoyu oder andere Sojasoße
    • Basilikum (am besten frisch)
    • Oregano
    • mit Pfeffer und Zitronensaft abschmecken
  • für die helle Füllung:
    • 100g Cashews (über Nacht eingeweicht)
    • 100g Mandeln (über Nacht eingeweicht, ggf. gepellt)
    • 20g Dattelpaste
    • mit Schabzigerklee, Hefeflocken, Himalayasalz und Pfeffer abschmecken
  • zum Bestreuen:
    • Buchweizen frisch gekeimt
    • Tomate
    • Fenchelscheibchen
    • Schnittlauch
    • Chia

Schicht für Schicht

Wenn du keinen Gemüsehobel hast, geht auch ein Sparschäler ganz gut zum Lasagneplatten zaubern. Für die rote und weiße Füllung mixt du die Zutaten in einem Blender oder mit einem Pürierstab durch, bis sie gleichmäßig sind und du die Konsistenz für gut befindest. Für dieses Rezept empfehle ich, eingeweichte Nüsse zu verwenden, weil die Masse dann noch ein bisschen weicher und cremiger wird. Außerdem hat das Einweichen über Nacht (und das Abgießen des Einweichwassers!) noch einen entscheidenden, gesundheitsförderlichen Effekt, den ich in diesem Artikel über Phytinsäure beschreibe. Unten in der Form verteilst du etwas Öl bevor die erste Lage Zucchini reinkommt. Jetzt geht es abwechselnd weiter mit roten und weißen Schichten, die durch Zucchinilagen getrennt sind. Schöne Streifen 🙂

Tip: Denk’ beim Schichten daran, dass die Lasagne schwerer zu schneiden ist, wenn die Füllung zu mächtig ist. Also ruhig ein oder zwei Etagen mehr bauen, damit das Pastakunstwerk beim Schneiden nicht auseinanderbratscht.

Ein paar Restkleckse der Füllungen, Tomatenscheiben, Kräuter, Fenchelscheibchen und Buchweizenkeimlinge oder andere Sprossen machen sich gut obendrauf um die letzte Lage Zucchini zu verschönern.

Tip: Um austretendes (Tomaten-)Wasser aufzusaugen, kannst du quellende Zutaten (Kokosmehl, Chiasamen usw.) beim Aufschichten auf die Lagen streuen oder zum Schluss am Rand der Lasagne entlang, wo sich die Flüssigkeit sammelt. Das macht die ganze Sache stabiler und weniger tröpfelig. 

Warm ums Herz

Zu guter Letzt darf die Lasagne so etwa 30 min vor dem Servieren im Dörrer oder im Backofen bei ~40°C durchwärmen. Das lässt den Knobi und die anderen Geschmäcker besser durchziehen und schmeichelt dem Mundgefühl beim Essen. Außerdem macht’s auch warm ums Herz

Wenn du noch ein passendes Dessert zur rohen Lasagne suchst, dann ist mein Tip das TiRAWmisú. Herzerweichend göttlich lecker. Das magische Schlemmerzeug überzeugt alle Skeptiker und macht richtig was her in deinem Rohkost-Repertoire.

Ich wünsche dir, dass dieses Gericht genauso wie für mich, “was für’s Herz” ist.

Ana

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